Biologie

In allen Medien werden heute Themen behandelt, die ein biologisches Verständnis erfordern. Sie betreffen Fragen, die uns alle angehen und oft mit persönlichen Entscheidungen im Zusammenhang stehen. Der Biologieunterricht sieht es als seine Aufgabe an, ein vertieftes und besseres Verständnis von Lebensvorgängen zu vermitteln und so zu einer eigenen Meinungsbildung zu befähigen. Ein weiteres Ziel des Unterrichts ist es, ein gutes Grundlagenwissen für biologisch-naturwissenschaftliche Berufe bzw. Studiengänge zu vermitteln.

Der Unterricht wird abwechslungsreich sein, weil biologische Vorgänge beobachtet und beschrieben werden und experimentell gearbeitet wird. Dazu ist es sinnvoll, den Klassenraum für Freilandexkursionen, für den Besuch von wissen-schaftlichen Instituten und Ausstellungen zu verlassen.

Die Themen der Einführungsphase:

  • Bau und Leistungen von Zellen: Zellen als offene Systeme; Zelldifferenzierung; Biomembranen, Aspekte der Zellatmung
  • Ernährung, Stoffwechsel, Enzyme: Bedeutung von Enzymen für die Verfügbarkeit von Nährstoffen für den menschlichen Körper
  • Sexualität und Verantwortung: Genetische Zusammenhänge auf Chromosomenebene; Stammbäume; Erbkrankheiten

Die Themen der Qualifikationsphase:

  • Themenfeld Ökofaktoren: Fotosynthese, Dissimilation, Stoffkreisläufe, Energiefluss, Nahrungsnetz, abiotische Faktoren Temperatur und Wasser, Populationsbiologie, Entstehung des Lebens und Artbildung
  • Themenfeld Gene: Molekularbiologische Grundlagen, zytologische Grundlagen, angewandte Genetik, molekularbiologische Grundlagen der Evolution
  • Themenfeld Kommunikation: Grundlagen der Kommunikationsverarbeitung, Reizaufnahme und – beantwortung, Evolution kommunikativer Strukturen

Chemie

Eine Welt ohne Chemie ist keine gute! So könnte nicht nur ein Werbeslogan für das Unterrichtsfach an der KSA lauten, denn vielmehr handelt es sich hierbei um eine wichtige Erkenntnis. Chemische Produkte bestimmen unseren Alltag: Sei es vom Handy bis zur Hochleistungsbatterie, sei es von der modernen Wundermedizin bis hin zur Familienplanung mithilfe der Antibabypille. Ohne die Chemie könnten wir unseren Tagesablauf nicht meistern. In der Vergangenheit war die Alchemie noch eine Geheimwissenschaft, dies ist zum Glück in der heutigen Gesellschaft nicht mehr so. Vielmehr beschäftigt sich der Chemiegrundkurs mit spannenden chemischen Grundlagen, die uns helfen, die chemischen Zusammenhänge in den Produkten zu verstehen. Vor allem wird auch kritisch hinterfragt, ob und wie ein Produkt noch verbessert werden könnte. Denn wer in unserer Gesellschaft mitreden will, muss nicht nur über Grundkenntnisse darüber verfügen, wie etwas chemisch zusammenhängt, sondern auch die Fähigkeit haben, sich zu artikulieren und Sachverhalte auf mehreren Ebenen zu hinterfragen.

Im Unterricht werden daher verstärkt Alltagsbezüge hergestellt und Produkte untersucht. Von den Schülerinnen und Schülern selbst durchgeführte Experimente stehen häufig im Vordergrund, um zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Dies spiegelt sich auch in den Unterrichtsinhalten der einzelnen Phasen wieder.

Themenfelder der Einführungsphase sind:

  • Grundlagen der Allgemeinen und Anorganischen Chemie am Beispiel der Salze
  • Einführung in die Organische Chemie am Beispiel von Kraftstoffen

In der Qualifikationsphase hängen die Unterrichtsinhalte von den Abiturthemen ab und beinhalten daher nicht immer alle der folgenden Bereiche. Der Schwerpunkt liegt jedoch bei Anwendungs- und Umweltbezügen.

Themenfelder der Qualifikationsphase sind:

  • Vertiefungen zur Anorganischen Chemie am Beispiel von Batterien und Säuren
  • Vertiefungen zur Organischen Chemie am Beispiel von Naturstoffen und Kunststoffen
  • Vertiefungen zur Physikalischen Chemie am Beispiel von energetischen Erscheinungen

Die Anbindung des Chemiegrundkurses im Biologieprofil wird durch einen stärkeren Fokus auf biologisch wichtige Aspekte erreicht. In der Biologie gibt es sehr viele biochemische Themen, die im Leistungskurs eine Rolle spielen und die verstanden werden müssen, bevor man sich deren Konsequenz für die Lebewesen genauer ansehen kann. Ziel ist es daher, dass den Schülerinnen und Schülern der Unterricht im Biologieleistungskurs durch den Chemiegrundkurs leichter fällt.

Neben dem laufenden Unterricht ermöglichen die engagierten Fachlehrkräfte den naturwissenschaftlich interessierten Schülerinnen und Schülern aber noch mehr. Es besteht zum einen die Möglichkeit kreative Ideen beim Bundeswettbewerb Jugend forscht zu verwirklichen und zum anderen sich beim Bundeswettbewerb Dechemax forschend-experimentell zu betätigen.


Darstellendes Spiel / Theater

Der Fachbereich „Darstellendes Spiel/Theater“

  • präsentiert die in den Theaterkursen entwickelten Stücke und Szenencollagen auf Theatertagen, Schulfesten und Theaterabenden in der Aula der KSA;
  • organisiert Aufführungen auch außerhalb der KSA, z.B. in der Schwankhalle oder im Kulturzentrum Schlachthof;
  • kooperiert dabei mit anderen Institutionen und kulturellen Einrichtungen, wie z.B. tanzwerk bremen, Young Artists und Theater Bremen;
  • nimmt an Wettbewerben teil; so hat bereits zweimal eine Theatergruppe der KSA das Bundesland Bremen beim Schultheatertreffen der Länder vertreten (2005 mit „Querschläge“ und 2013 mit „Zerreißprobe“) und die Produktion „In/Out“ war 2013 Preisträger bei „Demokratisch Handeln“;
  • ist stets um Sponsoren und Unterstützer bemüht, zu denen u.a. die swb-Bildungsinitiative und die Sparkasse Bremen zählen;
  • wird geleitet von den Theaterlehrerinnen Frau Blumberg und Frau Grahle.

DAS FACH DARSTELLENDES SPIEL IN DER GYMNASIALEN OBERSTUFE

Das Fach „Darstellendes Spiel“ in der gymnasialen Oberstufe

Es gehört zu den künstlerischen Fächern. Gegenstand des Faches ist die Entwicklung der eigenen schauspielerischen Fertigkeiten sowie der Kompetenz, die eigene Spielpraxis und die anderer zu reflektieren. Ein Schwerpunkt des Faches an der KSA ist das Bewegungstheater.

In der Einführungsphase werden Grundlagen des Schauspiels erlernt; dazu gehören:

  • Übungen zur Konzentration und Reaktion
  • Übungen zum körperlichen Ausdruck
  • Sensibilisierung für Bühnenpräsenz
  • Improvisationsspiele und -übungen
  • Erarbeitung von kleinen Szenen
  • Arbeit an Atem, Stimme und Bewegung
  • Arbeit mit Requisiten, Kostümen und Alltagsmaterialien

In der Qualifikationsphase liegt der Schwerpunkt auf dem Lernbereich “Inszenierung und Dramaturgie”; dazu gehören:

  • Dramatische Figuren schriftlich ausarbeiten und spielen
  • Rollengestaltung, -arbeit und -analyse
  • Einsatz von Musik, Licht und Multimedia
  • Inszenierung eines Stückes
  • Reflexion über Inszenierungskonzepte
  • Theatertheorie und -geschichte
  • Produktion von Kurzfilmen

Der Kurs besucht jedes Jahr gemeinsam Theateraufführungen und erarbeitet in Q1 ein großes Bühnenprojekt.

Theater-Produktionen der KSA

Schuljahr 2014/15:

Immer Online

Wie oft bin ich „on“? Welche Bedeutung haben Smartphone, PC und Spiele-Konsole für mich? Wie sorglos gehe ich im Netz mit persönlichen Daten um? Bin ich ein „Smartphone-Junkie“?

Zum Thema „neue Medien“ entwickelten die Schüler/ innen des freien Grundkurses mit ihrer Lehrerin Gunda Grahle eine Szenencollage aus sprachlichen und tänzerischen Mitteln.

Das Stück wurde mehrmals an der KSA und beim Landesschultheatertreffen in Bremerhaven aufgeführt und bekam viel Lob, auch gerade vom jungen Publikum.

Matrix

Der Theaterkurs der Einführungsphase unter Gunda Grahle nahm am Stadtteilprojekt Vahr teil. Mehr als 100 Menschen aus der Vahr erarbeiteten ein Musik-Theaterstück über „Heimat in Zukunft“, das open air auf dem Grünmarkt in der Vahr aufgeführt wurde (Regie: Alexander Hauer).

Schuljahr 2013/14:

Probebühne Leben

„Das Leben mit den damit verbundenen Hoffnungen und Zukunfts-
vorstellungen, die eigene Identität und unsere Sehnsüchte, aber auch die an uns gestellten Erwartungen und der Wunsch nach Selbstbestimmung und die damit verbundenen Ängste waren die Themen, mit denen wir uns in diesem Stück auseinander gesetzt haben.“

Eine Produktion des Q1-Kurses unter der Leitung von Gunda Grahle (Choreographie u. Regie).

Schuljahr 2012/13:

ZERREIßPROBE

Was hält Menschen zusammen? Was bringt Menschen auseinander? Mit dem Tanztheaterstück “Zerreiß-Probe” erkundeten die Spieler inneren Zwiespalt, Anziehung u. Abstoßung, Wünsche nach Sicherheit und nach Freiheit, wobei die Familie als Dreh- und Angelpunkt von Zusammengehörigkeit im Zentrum stand.

Der Theaterkurs im Deutschprofil (Fachlehrerin Frau Blumberg) nahm am Kooperationsprojekt „Whirlschool-Tanz macht Schule“ teil (tanzwerk bremen / Fachverband für Theater in der Schule).

„Zerreißprobe“ entstand unter der Leitung der Choreographin Liesa Pieczyk und wurde im Schlachthof aufgeführt. Mit „Zerreißprobe XXL“ vertrat der Kurs das Bundesland Bremen beim Schultheatertreffen der Länder in Schwerin.

IN/OUT

In diesem kursübergreifenden Projekt entwickelten Schüler/innen aus zwei Theaterkursen mit den Lehrerinnen Frau Blumberg und Frau Grahle Szenen zu sozialer Gerechtigkeit, Ausgrenzung und Gewalt sowie Liebe und Hass.

Diese Szenen aus Sprech-, Bewegungs- und Tanztheater wurden durch die Choreographin Anne-Katrin Ortmann von tanzwerk bremen dramaturgisch zu einer Collage unter dem Titel „In/Out“ zusammengefügt. Live-Musik und Sound-Effekte steuerte der Leistungskurs Musik unter der Leitung von Herrn Jahreis bei.

Gefördert wurde das Projekt von der swb-Bildungsinitiative und tanzwerk bremen.

In/Out erhielt im April 2013 den Preis der Initiative Demokratisch Handeln.


Deutsch

Tagtäglich nutzen wir unsere Sprache. Wir denken, arbeiten, streiten und lieben und das alles mit Sprache. Was liegt näher als sich darin zu perfektionieren? Im Fach Deutsch wird jedoch nicht nur an der schriftlichen und mündlichen Ausdrucksfähigkeit gearbeitet, das Nachdenken über Sprache, die intensive Auseinandersetzung mit Literatur und Literaturgeschichte als auch dem Medium Film gehören zum modernen Deutschunterricht.

Verschiedene Methoden der Erarbeitung ermöglichen einen vielfältigen Zugang zu den Texten. Dazu gehören auch kreative und produktive Formen wie z.B. kreatives Schreiben, szenisches Interpretieren und Standbilder.

Die Themenfolge ist für das Grund- und Leistungsfach gleich und variiert durch die vorgegebenen Themen im Rahmen des Zentralabiturs: Die Behandlung der Themen im Leistungsfach ist intensiver und theoretischer, auch der Umfang der Lektüre im LF ist deutlich größer als im GF.

In der Eingangsphase werden grundlegende Kenntnisse der Literaturbetrachtung und der Sprach- und Kommunikationsanalyse vermittelt.

In der Qualifikationsphase ist der zentrale Themenbereich die Literatur vom 18. Jh. bis zur Gegenwart. Schwerpunkte sind die geistesgeschichtlichen Umbrüche vom 18. zum 19. Jh., vom 19. zum 20. Jh. und die Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg bis hin zur Popliteratur. Die verschiedenen Gattungen – Drama, Prosa, Lyrik und auch Film – werden in ihren besonderen Ausdrucksmöglichkeiten analysiert. Der zweite Bereich umfasst die Reflexion über Sprache: Sprachentwicklung, Sprache und Medien, Rhetorik, politische Rede und Gesprächsformen sind die Themen.

In der Qualifikationsphase werden abiturspezifische Schreibformen geübt: Textanalyse und –interpretation sowie erörterndes, argumentatives Schreiben. Auch die eigene Textproduktion ist Teil der schriftlichen Arbeit.

An der KSA spielt jedoch nicht nur die optimale Vorbereitung auf das Zentralabitur eine Rolle. Die Freude an der deutschen Sprache wird nicht zuletzt durch kulturelle Teilhabe gefördert. Eine Studienfahrt im Profil Deutsch, der Besuch von Kino- und Theatervorstellungen, die Teilnahme an Lesungen zeitgenössischer Autorinnen und Autoren und die Durchführung unterschiedlichster Projekte gehören an der KSA im Fach Deutsch dazu.


Englisch

Englisch wird von ca. 400 Millionen Menschen auf der Welt als Muttersprache, von der doppelten Anzahl als Zweitsprache gesprochen. Sie ist als Weltsprache in vielen Bereichen (Beruf, Studium, Wissenschaft etc.) eine unverzichtbare Voraussetzung. In der Oberstufe knüpft Englisch an den Unterricht der Sekundarstufe I an, wobei der Einführungsphase eine „Brückenfunktion” zukommt, in der heterogene Sprachfähigkeiten vermindert und abgebaut werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen in zunehmendem Maße komplexe, alternative grammatische Strukturen einsetzen können und über einen ausreichend großen Wortschatz verfügen, um sich über die häufigsten Alltagsthemen der eigenen und fremdsprachigen Gesellschaft und Kultur differenziert zu äußern. Englisch ist (weitgehend) Unterrichtssprache.

Im Leistungsfach werden die Themen umfassender behandelt als im Grundfach; es werden mehr Originaltexte und Filmmaterial eingesetzt. Ein Shakespeare-Drama (z.B. Macbeth) ist für das LF verbindlich und ein literarisches Originalwerk – Roman oder Drama – muss gelesen werden.

Unter Berücksichtigung des Bildungsplans ENG und der Zentralabiturthemen (Q 1/2 und Q 2/1) sieht die Standardkursfolge aktuell wie folgt aus:

Einführungsphase

E 1 und E 2 „Großbritannien“ und „USA“

  • Emotions and drives – Wealth and poverty – Colonialism, imperialism, Third World –The world of labour and economy – The making of a nation – Outstanding personalities

In beiden Kursen stehen sprachpraktische Übungen im Vordergrund. Gleichzeitig werden landeskundliche Themen, Kurzgeschichten, Zeitungsartikel etc. behandelt.

Qualifikationsphase

Q 1/1 Universelle Themen der Menschen

  • Emotions and drives – Gender roles – Shakespeare

Im Leistungsfach steht ein Shakespeare-Drama im Mittelpunkt. Der historische Zusammenhang wird in den Unterricht einbezogen.

Q 1/2 American South

  • Civil rights – Slavery – Segregation – Racism – Current affairs – Outstanding personalities

Q 2/1 Globalization

  • Global concerns – The world of labour and economy – Wealth and poverty – Current affairs.

Q 2/2 Anglophone Welt

  • The generations – Wealth and poverty

Französisch Anfänger & Fortsetzer

Französisch Anfänger und Fortsetzer

Französisch ist eine der bedeutenden Sprachen in der Welt. In Europa wird es von ca. 75 Millionen Menschen als Muttersprache benutzt, auf der Welt von ca. 200 Millionen. In vielen Ländern des Maghrebs, West- und Zentralafrikas spricht man auch Französisch, so dass es unter anderem in Kamerun, Kongo, Elfenbeinküste und Senegal Amtssprache ist. In Nordamerika leben 7 Millionen französischsprachige Quebecois „in einem Meer von Anglophonen“.

Frankreich ist der wichtigste Handelspartner Deutschlands. Die Europäische Union wird wirtschaftlich und politisch vom Deutsch-französischen „Tandem“ angeführt. Deshalb sind Französischkenntnisse in vielen Berufen von Vorteil. An den Universitäten gibt es deutsch- französische Studiengänge, bei denen ein Teil des Studiums in Frankreich stattfindet. Daneben ist das Land für Deutsche ein beliebtes Reiseziel.

An unserer Schule wollen wir den Schülerinnen und Schülern – neben dem Erlernen der Fremdsprache im Unterricht – Möglichkeiten bieten, Französisch außerhalb des Unterrichts zu nutzen. Dazu zählt neben regelmäßigen Kinobesuchen des französischen Kinofestivals Cinéfête auch das optionale Angebot einer regelmäßig stattfindenden Studienfahrt nach Frankreich in der Oberstufe.

 Französisch-Anfänger (neueinsetzende 2. oder 3. Fremdsprache)

In der neu einsetzenden Fremdsprache erwerben die Schülerinnen und Schüler bis zum Abitur elementare sprachliche Fertigkeiten, die eine ausbaufähige Grundlage für ein nachschulisches, eventuell berufbezogenes Lernen bieten sollen.

Dabei steht zunächst der Spracherwerb (Grundwortschatz und Grammatik, Kommunikation in Alltagssituationen und Lerntechniken) im Mittelpunkt des Unterrichts. Die Schüler bekommen einen Einblick in die französische Kultur (z.B. Musik und Filme) und das französische Alltagsleben. Basis des Unterricht ist das Lehrwerk Génération pro, das auch eine Fülle von Sprech- und Schreibanlässen bietet.

In der Qualifikationsphase geht es dann zunehmend auch darum einfache Sachtexte (z. B. Zeitungsartikel) und Literatur (z. B. Kurzgeschichten) zu verstehen. Die Schüler sollen schließlich in der Lage sein, nach dem Abitur ihre Kenntnisse selbstständig zu vertiefen.

Französisch-Fortsetzer

Im Französisch-Unterricht der fortgesetzten Fremdsprache können die Schülerinnen und Schüler ihre in der Mittelstufe erworbenen Französisch-Kenntnisse erweitern und vertiefen. Die Einführungsphase dient dazu, die Schülerinnen und Schüler auf einen gemeinsamen Wissensstand zu bringen. Dazu werden die wichtigsten Kapitel der Grammatik wiederholt, es werden einfache Texte gelesen, z.B. Kurzgeschichten oder Jugendliteratur. Dabei werden folgenden Fertigkeiten geübt: persönliche Stellungnahme, Textanalyse, Umgang mit dem Lexikon, Hörverstehen.

Die in der Qualifikationsphase behandelten Themen ergeben sich vor allem aus den Schwerpunktthemen des Zentralabiturs (Themen 2017: La France et l’Allemagne: De l’occupation à la coopération; Coupable ou victime? Une question qui fait débat.)


Geographie

In der Eingangsphase werden Themen aus der ökonomischen Bildung weitergeführt und auf globale Fragen übertragen.

In der Qualifizierungsphase festigen und erweitern die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen, um ihre Verantwortung für die Lebensbedingungen der Menschen heute und künftiger Generationen zu erkennen und zu übernehmen; sie verstehen sich selbst als Teil einer globalisierten Welt. Die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zur aktiven Teilhabe an der Gestaltung dieser Umwelt werden erweitert und gestärkt.

E:Globale Fragen: Ökonomie gegen Ökologie?Grenzen des Wachstums: Tragfähigkeit der Erde, „Nachhaltigkeit“Internationale Wirtschaftsbeziehungen, regionale Fragen
Q1.1:Grundfragen der Geographie: Naturgeographische Grundlagen (endogene und exogene Kräfte, atmosphärische Prozesse)
Q1.2:Stadt- und Wirtschaftsgeographie:
Städtische Räume, z.B. in den USA, Russland
Q2.1:Globalisierung und Weltwirtschaft: Raumbeispiel: Entwicklungsländer
Q2.2:Tragfähigkeit und nachhaltige Entwicklung:
Geoökosysteme, Landschaftsveränderungen durch natürliche und anthropogene Einflüsse; Raumbeispiele: Regenwald, Aral-See, Sahel-Zone, Klimawandel

Informatik

Das Fach Informatik gibt es nur als Gundkurs. Im Profil D mit Mathematik als Leistungskurs ist Informatik als Profilfach verpflichtend. Bei ausreichendem Interesse kann auch ein weiterer Informatikkurs für alle anderen SchülerInnen angeboten werden. Wir erwarten keine Vorkenntnisse von euch. Es werden wie in den anderen Fächern ein bis zwei Klausuren pro Halbjahr geschrieben. Die Klausuraufgaben werden nicht am Computer bearbeitet. Es wäre sehr hilfreich, wenn euch ein Computer für Übungen zuhause zur Verfügung steht. Wir benutzen nur Software, die kostenlos aus dem Internet herunterzuladen ist. Ein großer Teil des Unterrichts wird am Computer durchgeführt. Es gibt aber auch viele Stunden, in denen das bearbeitete Thema oder die praktischen Übungen vertiefend besprochen werden.

Themen im Informatikunterricht:

Erstes Jahr

  • Einführende Informationen zu Speichergrößen, Bildern, Farben, u.a. Diese Inhalte werden hauptsächlich ohne Computer bearbeitet und vermitteln Grundbegriffe.
  • Tabellenkalkulation (Rechenblatt): Dieses Programm ist Bestandteil jeder Bürosoftware und wird sehr vielfältig vor allem für Finanzkalkulationen in einfacher Form eingesetzt. Ihr lernt grundlegende Formeln von Rechenblättern kennen.
  • Erstellung von Webseiten mit html und css: Es gibt Programme, mit denen man eine Webseite frei oder mit einem vorgegebenen Layout mit eigenen Inhalten füllen kann. Im Informatikunterricht sollt ihr lernen, wie man das auch ohne Programme machen kann. Ihr sollt verstehen, was dahinter steckt.
  • Interaktive Webseiten mit JavaScript programmieren: Im Internet gibt es viele Webseiten mit Formularen, in die man etwas eintragen muss. Es erfolgt eine Rückmeldung durch die Seite, die sich auf die Eintragungen bezieht. Hier werdet ihr zum ersten Mal programmieren, um eine Webseite interaktiv zu machen.

Zweites Jahr

Im zweiten Jahr werdet ihr eigene Programme in der Sprache VisualBasic schreiben. Das Programmieren kann man vergleichen mit dem Bearbeiten einer Textaufgabe in Mathematik. Man muss einen Algorithmus (ein Rechenverfahren) finden, mit dem man die Aufgabe bearbeiten kann. Für den Computer muss dann dieser Algorithmus so aufgeschrieben werden, dass das Programm die Aufgabe löst. Für die Programmierung stehen, wie in der Mathematik verschiedene Verfahren zur Verfügung. Diese müssen ganz exakt aufgeschrieben werden. Schon ein fehlender Buchstabe würde dazu führen, dass der Computer das Programm nicht ausführen kann.

Drittes Jahr

Im dritten Jahr lernt ihr Grundlagen von Datenbanken kennen. An sehr vielen Stellen sind Daten von euch und euren Eltern gespeichert. Aus diesen großen Datensammlungen können viele Informationen herausgeholt werden. Ihr werdet schrittweise lernen, wie man eine Datenbank erstellt und wie man Informationen aus ihr gewinnt. Im Zusammenhang damit wird auch das Thema Datenschutz besprochen.

Ebenfalls im dritten Jahr beschäftigen wir uns mit Grundlagen der Netzwerktechnik. Auch hier soll nicht nur betrachtet werden, welche Kabel man braucht, sondern welche Einstellungen müssen vorgenommen werden, damit Computer in einem Netzwerk verbunden sind. Es werden auch folgende Fragen bearbeitet: Auf welchem Weg kommt eine Email auf meinen Rechner? Wo sind Webseiten gespeichert, die ich aufrufe und wie finden sie den Weg zu meinem Rechner? In engem Zusammenhang mit diesem Thema steht die Verschlüsselung von Daten. Keiner soll z.B. beim Online Banking eingreifen können. Es werden auch moderne Verschlüsselungstechniken besprochen.


Kunst

Wir malen im Kunstunterricht mit Aquarell- und Acrylfarben oder mit selbst hergestellten Pigmentfarben, beim Zeichnen gestalten wir mit Stiften, Kreiden, der Feder. Wir setzen Collagen, Montagen und Mosaike zusammen; wir können drucken und beispielsweise den Holzschnitt oder den Linolschnitt erproben. Wir gestalten auf verschiedene Weise plastisch und wir fotografieren. In der Architektur planen wir Häuser, konstruieren dazu Perspektivzeichnungen und stellen ein Modell her – oder wir entwickeln eine Form für Gebrauchsgegenstände (Design).

Die praktischen Arbeiten erfordern dein Interesse, deine Phantasie und auch den Mut, etwas Neues auszuprobieren. Du solltest bereit sein, dich mit der Kunst unserer Zeit offen auseinander zu setzen. Wir unterstützen dich durch Erkundungen in Ausstellungen und bei Künstlern, durch Lehrerinformationen, in Diskussionen und durch Lesen und Betrachten von Bildmaterial.

In der Theorie setzen wir uns hauptsächlich mit Themen auseinander, die auch im praktischen Unterricht angesprochen werden. Grundsätzlich können alle Gegenstände unserer Erfahrung als visuelle Mitteilung untersucht werden (im Bereich Kunst, Massenmedien, Design oder Architektur). Die Grundlagen finden wir in der Wahrnehmungstheorie, der Geschichte und den Kunst- und Medienwissenschaften.

Wenn ihr befürchtet, noch nicht so gut zeichnen oder malen zu können, obwohl ihr grundsätzlich daran interessiert seid, könnt ihr in anderen praktischen Bereichen und in theoretischen Fragestellungen einen Zugang zum Fach Kunst finden.

Themen und Inhalte des Kunstunterrichts (GF und LF):

In der Einführungsphase werden grundlegende künstlerische Techniken angewendet und theoretische Grundlagen erarbeitet. Im LF kann in einem Praktikum im zweiten Halbjahr – beispielsweise in einem Atelier, im Museum oder einem Handwerksbetrieb – das Gelernte erprobt werden und zu neuen Erkenntnissen führen – auch die mögliche Berufswahl betreffend.

Im zweiten Jahr setzen wir uns mit den Massenmedien praktisch und theoretisch auseinander und behandeln in der Gestaltenden Kunst die Themen Architektur oder Design. Das dritte Jahr thematisiert vorrangig die Bildende Kunst des Zwanzigsten Jahrhunderts und vertieft und erweitert im letzten Halbjahr einen behandelten Themenkomplex.

Das Leistungsfach fordert im Unterschied zum Grundfach eine größere Intensität der Stoffbehandlung, eine stärkere Berücksichtigung berufsbezogener Aspekte und eine umfassende Anwendung eigener Arbeitsmethoden.


Mathematik

In den sechs Halbjahren der Oberstufe werden drei verschiedene Themen behandelt, von denen mindestens zwei im Abitur geprüft werden – nämlich Analysis, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik sowie Lineare Algebra.

Da viele der mathematischen Fragestellungen sehr gut mit programmierbaren, grafikfähigen Taschenrechnern untersucht werden können, organisieren wir zu Beginn der Einführungsphase den gemeinsamen Kauf eines solchen Geräts. Der Taschenrechner darf sowohl im Grund- als auch im Leistungsfach in allen Klausuren sowie in der Abiturprüfung verwendet werden und erleichtert die Bearbeitung der zumeist anwendungsorientieren Aufgaben dann erheblich.

Eine zentrale Rolle in der Mathematik spielt die Analysis, also die Untersuchung von Funktionen. Solche Objekte kennst du bereits aus der Mittelstufe, aber in der Einführungsphase (E) erwarten dich eine größere Vielfalt von Funktionstypen und neue Untersuchungsaspekte. Wir beschäftigen uns zum Beispiel mit der Frage, wie die momentane Geschwindigkeit eines PKW bei einer Radarkontrolle gemessen wird.

In der Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik gehen wir im ersten Halbjahr der Qualifikationsphase (Q1.1) unter anderem den Fragen nach, ob – und falls ja, warum – die Spielbank beim Roulette eigentlich immer gewinnt. Außerdem untersuchen wir, welche Information wir aus einer Meinungsumfrage gewinnen können.

Im zweiten Halbjahr der Qualifikationsphase (Q1.2) steht dann die Lineare Algebra auf dem Plan. Wir befassen uns mit Problemen, die sich mit linearen Gleichungssystemen beschreiben lassen. Dazu gehören beispielsweise Fragestellungen, die sich mit wirtschaftlichen Verflechtungen und der Entwicklung von Populationen befassen.

Die analytischen Betrachtungen der Einführungsphase werden im vorletzten Halbjahr (Q2.1) wieder aufgenommen und an komplexeren Fragestellungen weitergeführt. Hierbei modellieren wir unterschiedliche Wachstumsprozesse und periodische Vorgängen mit Hilfe von Exponentialfunktionen und trigonometrischen Funktion.

Im letzten Halbjahr (Q2.2) schließlich bereiten wir uns ganz gezielt auf die Abiturprüfung vor, indem frühere Fragen wieder aufgegriffen und mit anderen verknüpft werden.


Musik

Das Motto „Musik macht schlau“ wird im Fachbereich Musik an der KSA auch an der Oberstufe fortgesetzt. Das Angebot eines Musik-Leistungskurses schafft eine Durchgängigkeit des Schwerpunktes Musik von Klasse 5 bis zum Abitur.

In einer dritten Schiene kann ein Leistungskurs Musik gewählt werden. Die Voraussetzungen hierfür sind Notenkenntnisse und das Spielen eines Instruments. Beim Eintritt in die Oberstufe muss man sich noch nicht festlegen, in welchen Leistungskursen man seine Abiturprüfung ablegen möchte. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass einige Fächerkombinationen mit Musik nicht möglich sind.

Vielen Dank an die Bremer Schuloffensive, die Gewoba-Stiftung, die Sparkasse Bremen und die Ingrid & Rolf Möhlenbrock-Stiftung für die finanzielle Unterstützung für Musikinstrumente und musikalisches Equipment.

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In den fünf Stunden Leistungskursunterricht pro Woche wird im Klassenverband wie auch in kleineren Ensembles einerseits praktisch musiziert, andererseits wird Musikgeschichte wie auch Musiktheorie behandelt. Die Medienarbeit – z.B. Komposition am PC, Aufnahmetechniken und Videoschnitt – nimmt ebenfalls einen hohen Stellenwert ein.

Die Leistungskurse und AG-Ensembles der Oberstufe nehmen regelmäßig an Wettkämpfen teil (z. B. Schulen musizieren (Gewinner 2012: „Grob Vahrlässig“ von der KSA); Bremer Schulrockfestival; Bachwettbewerb), spielen auf den Schul- oder Stadtteilkonzerten wie auch im Rathaus für die Bildungssenatorin oder im Landesinstitut für Schule.

In der Abiturprüfung hat man neben der schriftlichen Klausur die Möglichkeit, zusätzlich eine praktische Prüfung zu absolvieren. In diesem Fall errechnet sich die Endnote aus den beiden Ergebnissen zu je 50%.

Neben den Leistungskursen bestehen natürlich auch Grundkurse, in denen ebenfalls im Klassenverband musiziert wird, die jedoch ohne Vorkenntnisse angewählt werden können. Zwei Mal im Jahr führen alle Kurse und AGs ein Schulkonzert in der Aula auf. Hierbei zeigen auch die Grundkurse, was sie innerhalb des letzten halben Jahres gelernt haben.

Musikalische Erfolge und Highlights der letzten Jahre:

  • CD-Produktion „So Vahr So Good“ 2008
  • Finale des 14. Bremer Schulrockfestivals 2007 mit der Band „Sweet Allusion“
  • Finale beim Bachwettbewerb 2010
  • Aufnahmen im Tonstudio „Studio Hire“ Ottersberg:
  • Kooperation mit dem Jazz-/Pop-Studiengang der Hochschule für Künste Bremen:
  • Gewinn des „Landeswettbewerb Schulen musizieren 2012“ – „Grob Vahrlässig“ wird Bremens beste Schülerband
  • Teilnahme an der „Bundesbegegnung Schulen musizieren 2013“ – „Grob Vahrlässig“ fährt nach Koblenz und spielt sechs Konzerte in vier Tagen

Pädagogik

Pädagogik ist nicht nur etwas für Schüler und Schülerinnen, die einen Beruf im Bereich Erziehung, Sozialarbeit oder Schule anstreben. Die wenigsten werden zu Beginn der Oberstufe schon so genaue Berufswünsche oder gar -pläne haben. Wer sich für psychologische Theorien, für Fragen der psychischen und sozialen Entwicklung von Menschen oder des sozialen Zusammenlebens in Gruppen und Institutionen ganz allgemein interessiert, ist hier ebenso gut aufgehoben wie jemand, der konkret mehr über Kinder und über Erziehung wissen möchte. Entgegen einem verbreiteten Vorurteil ist Pädagogik nicht nur etwas für Mädchen, sondern durchaus auch für Jungen.

Das Fach Pädagogik hat zwei Besonderheiten: Erstens fangen alle Schülerinnen und Schüler in diesem Fach neu an, zweitens ist jeder von dem betroffen, worum es im Fach geht: von Erziehung. Ein Ziel des Pädagogikunterrichts ist es, die eigene Erziehungserfahrung mit Hilfe von Fachwissen zu überdenken und zu verarbeiten.

Themen und Inhalte des Pädagogikunterrichts

Die Einführungsphase

Der Unterricht geht aus von den eigenen Erziehungsvorstellungen und Erfahrungen, von pädagogischen Entscheidungssituationen und grundlegenden Vorstellungen von “richtiger” Erziehung.

Die Einführungsphase vermittelt grundlegende Einsichten in die Tatsache

  • dass Menschen der Erziehung bedürfen und lernfähig sind,
  • dass menschliches Verhalten erklärbar und beeinflussbar ist,
  • dass Normen und Institutionen in der Erziehung nicht vom Himmel gefallen und ewig/überall gültig, sondern geschichtlich geworden und veränderbar sind.

Im ersten Halbjahr stehen folgende Themen im Mittelpunkt:

  • Werte und Normen in der Erziehung
  • Autorität und Gehorsam
  • Einführung in Grundbegriffe psychologischer Theorien
  • Konzeptionen demokratischer Erziehung

Im zweiten Halbjahr der Einführungsphase geht es um Fragen der menschlichen Entwicklung und Grundlagen der Entwicklungspsychologie.

Qualifikationsphase (GF und LF)

Grund- und Leistungsfach haben grundsätzlich gleiche Themenbereiche in den Halbjahren. Sie unterscheiden sich durch den Umfang der Themen, die Bedeutung der Theorien und die Praktika (siehe unten). Das Leistungsfach solltest du wählen, wenn du dich intensiver auch mit pädagogischen und psychologischen Theorien beschäftigen willst.

Themen und Inhalte

Die ersten beiden Halbjahreskurse (Q1 und Q2) geben einen Überblick über die Entwicklung des Menschen von der Geburt bis zum frühen Erwachsenenalter. Deutlich werden hier die Möglichkeiten und die Gefährdungen der Entwicklung, die Erklärung und Behandlung von Störungen, die Rolle von Institutionen wie Familie und Schule sowie die Rolle von Gleichaltrigengruppen. Vor allem geht es um die Frage, wie Erziehung die Entwicklung zu einer eigenständigen, unverwechselbaren Persönlichkeit unterstützen kann. Das schafft viele Anlässe sich mit dem eigenen Lebensentwurf und den eigenen Erfahrungen zu befassen. Im zweiten Jahr der Qualifikationsphase geht es dann vor allem um gesellschaftliche Aspekte und um Praxisfelder der Pädagogik. Schwerpunkt ist das so genannte “abweichende Verhalten” von Kindern und Jugendlichen – seine Erscheinungsformen, Ursachen und Hintergründe – und was man dagegen tun kann. Das schärft auch den Blick für die Bedingungen und Voraussetzungen einer gelingenden Entwicklung.

Schwerpunktmäßig werden folgende Themen behandelt.

Q1.1 Pädagogik der Kindheit

  • Entwicklung und Erziehung im frühen Kindesalter
  • Einführung in Psychoanalyse und Bindungsforschung
  • Umgang mit Entwicklungsstörungen: Erklärung und Therapie
  • Veränderungen der Kindheit und die Rolle von Familie und familienergänzenden Institutionen (Krabbelgruppen, Kindergarten Schule …)

Q1.2 Fragen des Jugendalters

  • Psychologie des Jugendalters
  • Lebensentwürfe und Identitätsfindung
  • jugendtypische psychische Probleme: Konflikte, Krisen, Störungen und ihre Bewältigung (z.B. Essstörungen)
  • die Institution Schule

Q2.1 Einführung in die Sozialpädagogik

  • Abweichendes Verhalten von Kindern und Jugendlichen, Schwerpunkt: Verwahrlosung und Kriminalität
  • Psychologische und soziologische Theorien der Erklärung
  • Sozialpädagogische Einrichtungen und Hilfen
  • Jugendgefängnis: Erziehung durch Strafe und Alternativen

Q2.2 aktuelle Herausforderungen pädagogischen Handelns

  • pädagogische Netze gegen Verwahrlosung und Vernachlässigung oder
  • pädagogische Netze gegen Jugendgewalt oder
  • Umgang mit Rechtsextremismus bei Jugendlichen oder
  • Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsfindung heute

Praktika

In der Einführungsphase findet im Profil und wahlweise zum Profilpraktikum des anderen Leistungsfaches auch im freien Leistungskurs ein Praktikum in Erziehungs-institutionen wie Krabbel-gruppen und Kindergärten oder -heimen statt. Für die Leistungskurse gilt:

In der Qualifikationsphase findet am Ende von Q1 ein weiteres Praktikum statt. Es soll die Bedingungen, Möglichkeiten und Hinder-nisse kindgerechten Lernens und Lebens in der Grundschule anschaulich machen.


Physik

In der Einführungsphase wird Physik zweistündig unterrichtet. Es gibt noch keine Unterscheidung zwischen Leistungs- und Grundkurs.

Drei Themen werden ausführlich behandelt:

  • Energie
  • Radioaktivität
  • Mechanik

Energie:
Der Energiebegriff spiegelt ein grundlegendes Konzept in der Physik wieder. Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden, sondern ändert nur die Energieform. Dies scheint im Widerspruch zu unserer Alltagserfahrung und Umgangssprache zu sein. Schließlich ist der „Energieverbrauch“ ein häufiges Thema in den Medien. Die Auseinandersetzung mit aktuellen Energiethemen ist somit erforderlich und führt zu einem tieferen Verständnis der Physik. Der Energiebegriff verbindet alle Teilbereiche der Physik und alle Naturwissenschaften.

Radioaktivität
Tschernobyl und zuletzt Fukushima führen uns zu den aufsehenerregendsten Auswirkungen der Radioaktivität. Was ist aber genau Radioaktivität? Was ist das Gefährliche daran und worin liegt der Unterschied z.B. in der Nutzung in der Medizin zur Bekämpfung von Krebs?

Es werden die unterschiedlichen Arten radioaktiver Strahlung betrachtet, ebenso wie der Aufbau der Atomkerne. Dies führt zu der Frage: Was hält Atome zusammen, und woher kommen die ungeheuer großen Energiebeträge, die bei Kernreaktionen frei werden?

Mechanik
Die Mechanik beschreibt z. B. die Beschleunigung von Autos beim Anfahren oder in Kurven, oder auch die Bewegung von Satelliten um die Erde. Welche Kräfte treten dabei auf?

Die Mechanik ist eine wichtige Grundlage der Physik, weil sichtbare mechanische Prozesse Erklärungsmuster für Prozesse im Mikrokosmos liefern, deren Ablauf nicht direkt sichtbar gemacht werden kann. Z.B. ergibt sich aus der Untersuchung der Gesetzmäßigkeiten beim Stoß zweier Billardkugeln eine Erklärung für die Erscheinungen bei der Streuung von Röntgenstrahlen.

In der Qualifikationsphase wird Physik als fünfstündiges Leistungsfach und dreistündiges Grundfach unterrichtet.

In beiden geht es um folgende Kernthemen:

  • Mechanische Schwingungen beschreiben periodische Abläufe wie z.B. ein Fadenpendel oder allgemein einen Oszillator.
  • Hauptsätze der Thermodynamik spielen eine wichtige Rolle beim Stirlingprozess, Motoren und Wärmepumpen.
  • Grundlagen elektrische und magnetische Felder und deren Bedeutung für das Funktionieren elektrischer Bauteile und Geräte.
  • Wellenoptik beschreibt das Verhalten von Licht als Wellenphänomen und zeigt so Erklärungsversuche für Interferenzeffekte.
  • Mikroobjekte wie Photonen und Elektronen werden näher betrachtet und eine Einführung zur Heisenberg´schen Unschärferelation wird gegeben.
  • Quantenphysik der Atomhülle, d.h. Aufbau und Verhalten kleiner Objekte wie Atomen und deren Bestandteilen; dazu gehört auch die Erklärung des Phänomens, dass Licht nicht nur Wellen-, sondern auch Teilchencharakter hat und dass Elektronen nicht nur Teilchen-, sondern auch Welleneigenschaften zeigen;
  • Struktur der Materie: Elementarteilchen, aus denen die Bauteile der Materie zusammengesetzt sind und die in den großen Beschleunigeranlagen wie z. B. dem DESY in Hamburg und dem CERN in Genf untersucht werden.

Im Leistungsfach kommen noch hinzu:

  • Vertiefung elektrische und magnetische Felder, z.B. die Auseinandersetzung mit der Influenz und Polarisation, ebenso wie Lorentzkraft und Halleffekt
  • Elektromagnetische Schwingungen findet man bei elektromagnetischen Schwingkreisen
  • Spezielle Relativitätstheorie, diese führt zu faszinierenden Effekten bei Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit, wie Zeitdilatation und Längenkontraktion

Grundlage der Untersuchungen im Physikunterricht sind häufig Experimente, die zum Teil von Schülerinnen und Schülern durchgeführt werden können. Dafür steht an unserer Schule eine gut ausgestattete Gerätesammlung in komplett neu gestalteten Räumen zur Verfügung. Zudem verfügt jeder Physikunterrichtsraum über einen Beamer, Laptop und eine Dokumentenkamera. Ein weitere wichtige Ergänzung sind Animationen und Applets zu physikalischen Phänomenen. Im Leistungskurs sind auch kreative Projekte möglich, wie z.B. das Erstellen von eigenen Kurzfilmen zum Thema „freier Fall“.

Zudem arbeiten wir eng mit dem DLR_School_Lab Bremen zusammen und ermöglichen sowohl den Grund- als auch den Leistungskursen eine Teilnahme an einem kostenlosen ganztägigen Besuch des Schülerlabors. Außerdem gibt es für Leistungskurse auch die Gelegenheit an einem mehrtägigen Workshop im DLR_School_Lab zu partizipieren.


Politik

Im Mittelpunkt des Faches Politik steht das gesellschaftliche Handeln von Menschen.

Es geht also nicht allein darum, das Handeln von Staatsorganen und öffentlichen Einrichtungen zu betrachten, sondern darüber hinaus Öffentlichkeit für Individuen und Gemeinschaften als veränderbar anzusehen. Im Politikunterricht kann man als Schüler oder Schülerin also nicht so sehr Politiker als losgelöst Handelnde und politische Strukturen als unabänderlichen Tatbestand begreifen, was ja Frust und innerliche Ablehnung alles Politischen erzeugen könnte, sondern man kann in diesem Fach Selbstreflexivität entwickeln, d.h. sein „Ich“ in der Gemeinschaft, seinen Standort, seine Kritikfähigkeit, seine Ziele und seine Chancen zur Veränderbarkeit prüfen und entwickeln.

Als wichtige Bereiche des politischen Handelns unterscheidet der Politikunterricht die Themenbereiche: Gesellschaft, Staat, Wirtschaft und Internationale Politik.

Themenbereich Gesellschaft:

  • Gesellschaftliches System, Entwicklungstendenzen,
  • Konflikte der gesellschaftlichen Gestaltung

Themenbereich Staat:

  • Grundgesetz und politisches System in der Bundesrepublik Deutschland; Demokratietheorien; Herrschaftssysteme

Themenbereich Wirtschaft:

  • Wirtschaftstheoretische Ansätze; Marktwirtschaft; Globalisierung; Staatliche Wirtschaftspolitik

Themenbereich Internationale Politik:

  • Analyse internationaler Konflikte; Frieden und Stabilität; Globale Akteure und supranationale Organisationen

Das Fach Politik bietet den SchülerInnen die Möglichkeit, in diesen Themen-bereichen über sich und die Gemeinschaft wichtige Erfahrungen zu gewinnen. Das allgemeine Ziel, so haben Lehrer und Lehrerinnen dieser Schule es für den Politikunterricht formuliert, ist das Ziel der „Selbstreflexivität“. Davon abgeleitete Unterrichtsziele sind:

  • Interesse an politischen Fragen entwickeln
  • Fähigkeit zu politischer Urteilsbildung erwerben
  • Politische Handlungen und Sachverhalte kritisch analysieren können
  • Bereitschaft wachsen lassen, an politischen Prozessen aktiv teilzunehmen
  • Fähigkeit, Toleranz zu üben und dennoch eigene Standpunkte entwickeln
  • Bereitschaft ausbilden, sich und die eigene Haltung kritisch zu hinterfragen
  • Mut zur Verantwortung entwickeln

Kursthemen in der Einführungsphase:

  • E1: Einführung in die Politik
  • E2: Politisches System

Mögliche Kursthemen in der Qualifikationsphase:

  • Q1.1:Der moderne Sozialstaat
  • Q1.2:Demokratie im 21. Jahrhundert
  • Q2.1:Frieden und Sicherheit im 21.Jahrhundert
  • Q2.2:Politische Fragestellungen im aktuellen Kontext

Spanisch Anfänger & Fortsetzer

GF SPA

Spanisch ist eine Weltsprache von großer Bedeutung. Diese Sprache wird auf vier Kontinenten in insgesamt 22 Ländern gesprochen und ermöglicht daher einen Zugang zu kulturell, politisch und wirtschaftlich ganz unterschiedlichen geografischen Räumen.

Im Grundfach Spanisch als neu aufgenommene Fremdsprache

ist Spanisch für die Schülerinnen und Schüler die zweite und für einige bereits die dritte Fremdsprache. Hier erwerben sie ohne Vorkenntnisse bis zum Abitur elementare sprachliche Fertigkeiten, die eine ausbaufähige Grundlage für ein nachschulisches, eventuell berufsbezogenes Lernen bieten sollen.1

In der Einführungsphase und in den ersten beiden Halbjahren der Qualifikationsphase steht der Spracherwerb im Zentrum des Unterrichts (Grundwortschatz, Grammatik, Kommunikation in Alltagssituationen, Lerntechniken). Darüber hinaus bekommen die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in Kultur (z. B. Musik und Kunst) und Alltag der spanischsprachigen Welt. Das Lehrwerk Caminos dient als Basis.

In den beiden letzten Halbjahren der Qualifikationsphase werden neben authentischen Sachtexten (z. B. Zeitungsartikel) auch eine einfache Ganzschrift (z. B. ein Kriminalroman) gelesen.

Die Schülerinnen und Schüler können sich im Abitur mündlich prüfen lassen.

Im Grundfach Spanisch als fortgesetzte Fremdsprache

können Schülerinnen und Schüler, die das Spanische bereits in der Sekundarstufe I als zweite Fremdsprache gelernt haben, ihre Beschäftigung mit der Sprache fortsetzen. Hier werden sprachliche Fertigkeiten hinsichtlich der mündlichen und schriftlichen Kommunikation, der Grammatik und des Wortschatzes vertieft und erweitert. Die sprachlichen Mittel sollen die Schülerinnen und Schüler zur Bewältigung authentischer Sprechsituationen, zum Verstehen von Hör- und Lesetexten mittleren Schwierigkeitsgrads (auch Filme) und zum Schreiben von kreativen Texten, Erörterungen, Textanalysen und Interpretationen befähigen.2

Die Einführungsphase dient dazu, die Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Sekundarstufen I auf einen gemeinsamen Wissensstand zu bringen. Die wichtigsten grammatischen Strukturen werden wiederholt und vertieft, der Wortschatz gefestigt und die kommunikativen Fertigkeiten verbessert. Die Schülerinnen und Schüler lesen authentische Sachtexte, kurze literarische Texte und leichte Lektüren.

In der Qualifikationsphase werden 4 Themenbereiche behandelt:

  • Universelle Themen der Menschen (z. B. Aspekte der Jugendkultur, Geschlechterrollen, Generationskonflikte, Globalisierung, Ökologie)
  • Aktuelle Lebenswirklichkeit in der spanischsprachigen Welt
    (z. B. Auswirkungen des Tourismus, Immigration, Menschenrechte in Lateinamerika, Mexiko heute)
  • Geschichtliche Entwicklungsprozesse von zentraler Bedeutung für die spanischsprachige Welt (z. B. Kolonialzeit, kubanische Revolution, Militärdiktaturen in Argentinien, Spanischer Bürgerkrieg, Franco-Ära)
  • Mensch und Gesellschaft im Spiegel von Literatur, Kunst und Medien
    (z. B. das Werk des spanischen Schriftstellers García Lorca oder der mexikanischen Maler Diego Rivera und Frida Kahlo, das spanische Kino, das lateinamerikanische Lied)

Die Abiturprüfung kann sowohl mündlich als auch schriftlich erfolgen.

1 Die Standards nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen liegen hier zwischen den Niveaustufen B1 und B2-.

2 Die Standards nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen liegen hier zwischen den Niveaustufen B2 und C1-.


Philosophie

Das Fach PHILOSOPHIE in der gymnasialen Oberstufe

Paul Gauguin: Woher kommen wir? Wer sind wir? Wohin gehen wir? (1897/98)

Philosophieren 

                           bedeutet 

                                                     Fragen

Was kann ich wissen?

Was soll ich tun?

Was darf ich hoffen?

Was ist der Mensch?

Der Philosophieunterricht in der Qualifikationsphase wird in Anlehnung an diese vom deutschen Philosophen Immanuel Kant (1724-1804) formulierten Fragen eingeteilt in die Themenbereiche Erkenntnistheorie, Ethik, Rechts- und Staatsphilosophie und Anthropologie.

Im Grundkurs der Einführungsphase beschäftigst du dich damit, was Philosophie überhaupt ist, wie man philosophiert und was philosophische Fragen mit euch selbst zu tun haben. Außerdem wirst du in die Themenbereiche eingeführt: In der Erkenntnistheorie geht es z.B. um Wirklichkeit und Illusion, Subjekt und Objekt, in der Ethik um Gewissen und Verantwortung, und in der Anthropologie um das philosophische Menschenbild.

Im ersten Halbjahr von Q1 vertiefen wir dann die Frage, was der Mensch überhaupt sicher wissen kann (Erkenntnistheorie). Gibt es objektive Wahrheit? Ist das, was ich sehe, die Wirklichkeit? Wir diskutieren, ob wir die Wahrheit über die Welt durch vernünftiges Denken finden können, wie der Rationalismus behauptet, oder aber dadurch, dass wir Sinneserfahrungen machen, wie der Empirismus meint. Brauchen wir dafür etwa beides, nämlich nach Kant das Zusammenspiel von Vernunft und von Anschauung, oder ist sowieso alles subjektiv und das, was wir Wahrheit nennen, eigentlich nur Brauchbarkeit (Glaserfeld)?

Im zweiten Halbjahr von Q1 fragen wir danach, was den Menschen eigentlich ausmacht (Anthropologie). Ist er bloße Materie, und was unterscheidet ihn vom Tier? Macht die Sprache den Menschen zum Menschen, sind es Arbeit und Technik, oder doch eher Spiel und Kunst? Wir studieren philosophische Positionen wie z.B. die Kants, dass der Mensch dadurch bestimmt ist, dass er im Gegensatz zu anderen Wesen ein Zweck an sich ist, also nicht als Mittel für andere Zwecke missbraucht werden darf, und/oder die Sartres über den Zusammenhang von Freiheit und Verantwortung.

Im ersten Halbjahr von Q2 beschäftigen wir uns mit der Frage nach dem guten Leben (Ethik). Wieso meinten die Philosophen der Antike, dass der Mensch nur dann glücklich sein kann, wenn er tugendhaft ist? Und wie beurteile ich, ob eine Handlung moralisch ist? Kommt es auf die guten Absichten an (Pflichtethik) oder auf die Folgen (Utilitarismus)? Nachdem wir grundlegende ethische Argumentationsansätze kennen gelernt haben, versuchen wir, sie auf aktuelle moralische Dilemmata z.B. im Bereich der Medizinethik (Abtreibung, Organspende, Sterbehilfe…) und/oder der Umweltethik (technische Machbarkeit vs. Naturschutz, Fleischkonsum vs. Tierrechte…) anzuwenden.

Im zweiten Halbjahr von Q2 fragen wir nach Berechtigung und Funktion des Staates für das menschliche Zusammenleben. Ist der Mensch ein von Natur aus ein staatenbildendes Wesen (Aristoteles), oder ist „der Mensch des Menschen Wolf“, so dass der Staat das Überleben des Einzelnen im Kampf aller gegen alle sichern muss (Hobbes)? Ist der Staat dazu da, um das Privateigentum zu schützen (Locke)? Oder eher, um uns zu ermöglichen, in Gemeinschaft zu leben und trotzdem frei zu sein (Rousseau)? Wir denken im Kurs über das Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit und über unser Demokratieverständnis nach.

Berühmte Denker/innen – kleine Bildergalerie

Raffael: Die Schule von Athen (1511)

Mit diesem Gemälde stellt Raffael eine Versammlung maßgeblicher Wissenschaft und Philosophen von der Antike bis zur Renaissance dar. Im Torbogen in der Mitte stehen Platon (428/427 – 348/347 vor Chr.) und Aristoteles (384-322 vor Chr.), zu ihren Füßen auf den Stufen liegt Diogenes (um 405-320 vor Chr.) und vor der Treppe stützt sich Heraklit (um 520-460 vor Chr.) auf einen Quader. Vorne links mit einem Buch in der Hand hockt Pythagoras (um 570-510 vor Chr.).

Platon war z.B. der Meinung, dass die Ideen das wahre Seiende sind, und er fand, dass der Staat von Philosophen geführt werden müsste. Sein Schüler Aristoteles hat viele Wissenschaften begründet oder maßgeblich beeinflusst, u.a. die Logik, die Biologie, die Ethik und die Staatsphilosophie.

Aspasia im Gespräch mit griechischen Philosophen (Michel Corneille, um 1672)

Aspasia von Milet (um 40-420 vor Chr.) war Gastgeberin eines philosophischen Salons in Athen und geschätzte Rednerin. Leider sind von ihr keine eigenen Werke erhalten, doch hat Sokrates sich auf sie als seine Lehrerin der Rhetorik berufen.

Die wohl größte deutsche Mystikerin Hildegard von Bingen (1098-1179) war Künstlerin, Wissenschaftlerin, Ärztin und Dichterin, hat religiöse, philosophische, naturkundliche, medizinische und poetische Werke verfasst und wichtige Persönlichkeiten beraten. Sie wurde erst 2012 vom Papst zur Kirchenlehrerin ernannt.

Das bekannteste Werk der Schriftstellerin und Philosophin Christine de Pizan (1365-ca. 1430) heißt „Das Buch von der Stadt der Frauen“, in dem sie am Beispiel bedeutender Frauen aus der Bibel und der Geschichte eine utopische Gesellschaft entwirft, in der Frauen dieselben Rechte haben wie Männer.

Thomas Hobbes (1588-1679) legt in seinem Hauptwerk „Leviathan“ (1651) dar, dass die Menschen ihr Selbstbestimmungs- und Selbstverteidigungsrecht auf einen Souverän übertragen müssen, damit dieser sie voreinander schützt. Damit hat er den Absolutismus gerechtfertigt.

„Cogito ergo sum.“

Der Rationalist René Descartes (1596-1650) zweifelte an allem. Er fand heraus, dass der einzige unbezweifelbare Satz lautet: „Ich denke, also bin ich“.

David Hume (1711-1776) war dagegen der Ansicht, dass unsere Ideen auf Wahrnehmungen zurückgehen. Deshalb gehört er zu den Empiristen.

Mit dem Werk von Immanuel Kant (1724-1804), des großen deutschen Philosophen der Aufklärung, beginnt die moderne Philosophie. Berühmt geworden ist sein „kategorischer Imperativ“:

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Der Begründer des klassischen Utilitarismus und Sozialreformer Jeremy Bentham (1748-1832) fand, dass man erkennt, ob eine Handlung richtig oder falsch ist, wenn man untersucht, ob sie eher Leid oder eher Freude verursacht.

Die Marxistin und Antimilitaristin Rosa Luxemburg (1871-1919) setzte sich für die internationale Arbeitersolidarität, gegen den Krieg und für den demokratischen Sozialismus ein. Sie war politische Autorin und verfasste u.a. das Programm der von ihr 1919 gegründeten Kommunistischen Partei Deutschlands. Im gleichen Jahr wurde sie zusammen mit dem Arbeiterführer Karl Liebknecht ermordet.

Vom Sprachphilosophen Ludwig Wittenstein (1889-1951) stammt das Konzept der Sprachspiele und der Satz:

“Was sich überhaupt sagen lässt, das kann man klar sagen; und wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen.”

Jean-Paul Sartre (1905-1980) und Simone de Beauvoir (1908-1986) sind wohl das berühmteste Intellektuellenpaar der Geschichte. Sartre begründete den Existenzialismus und prägte das Denken der 68er-Generation; er war kommunistischer Schriftsteller und Philosoph, wie seine Partnerin Simone de Beauvoir, die den modernen Feminismus geprägt hat. Für Sartre gibt es keinen Gott, nach dessen Werten der Mensch sich richten könnte, weshalb der Mensch dazu verdammt ist, frei zu sein.

Von Simone de Beauvoir stammt der Satz: „Man wird nicht als Frau geboren, sondern dazu gemacht.“ 

Die politische Philosophin Hannah Arendt (1906-1975) hat den Prozess gegen den nationalsozialistischen Massenmörder Adolf Eichmann verfolgt und auf der Grundlage dieser Erfahrung die Wendung von der „Banalität des Bösen“ geschaffen. 

Jürgen Habermas (*1929) hat zusammen mit Karl-Otto Apel die Diskursethik entwickelt, nach der allgemein anerkannte moralische Prinzipien auf dem Konsens aller an einem fairen, vernünftigen Gespräch Beteiligten ermittelt werden.

Die Ethikerin und politische Philosophin Martha Nussbaum (*1947) hebt die Rolle der Emotionen bei ethischen Fragestellungen hervor. Politisch macht sie sich für Multikulturalismus, Weltbürgertum und internationale Gerechtigkeit stark.


Geschichte

Gk Geschichte

Der Unterricht in Geschichte soll die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzen, politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Ereignisse, Strukturen und Prozesse der Vergangenheit in ihrem historischen Zusammenhang und ihrer Bedeutung für die Gegenwart zu untersuchen und zu beurteilen. Auf diesem Hintergrund leistet das Fach Geschichte einen besonderen Beitrag zur vertieften Allgemeinbildung und zur Studierfähigkeit.

Die Kursfolge ist im Grund- und Leistungsfach etwa gleich. Im Leistungsfach werden die Themen unter Berücksichtigung einer größeren Anzahl von Aspekten, Quellen und auch gegensätzlicher Meinungen und Beurteilungen behandelt. Im Zuge des Zentralabiturs ist eine Folge von Rahmenthemen für die Qualifikationsphase festgelegt worden, die aber viel Spielraum für unterschiedliche Schwerpunktsetzungen bietet.

Der folgende Überblick nennt die innerhalb Bremens geltenden Rahmenthemen und die Kurse, die an unserer Schule zur Zeit innerhalb dieses Rahmens unterrichtet werden.

Einführungsphase

E1: Die folgenden Themenbereiche stellen den Abschluss des in der Mittelstufe begonnenen chronologischen Durchganges durch die Geschichte dar:

  • Deutschland zwischen 1945 und 1949
  • Der Ost-West Konflikt
  • Deutschland seit 1945 im internationalen Kontext

E2: Im Vordergrund stehen Methoden, die für den Umgang mit Geschichte von Bedeutung sind. Als inhaltliche Füllungen sind vorstellbar:

Themengebiete der vorneuzeitlichen Geschichte

  • Antike
  • Mittelalter
  • Mittelalter unter sozialgeschichtlichen Aspekten
  • Mittelalter: Christlich-europäischer und islamischer Kulturkreis

Qualifikationsphase

1. Rahmenthema: Q1.1

Zwischen alter und moderner Welt – Revolutionen, Industrialisierung, Nation, Expansion. An unserer Schule werden hier aktuell folgende Themen unterrichtet:

  • Die bürgerlichen Revolutionen des 18. und 19.Jhd.
  • Revolutionen im 20.Jhd., koloniale Revolution
  • Die europäische Expansion: Kolonialismus und Imperialismus
  • Industrielle Revolution und soziale Frage im 18./19. Jhd.

2. Rahmenthema: Q1.2

Das Zeitalter der Extreme – Totalitarismus und Demokratie. An unserer Schule wird hier der Themenbereich Nationalsozialismus mit unterschiedlichen Schwerpunkten unterrichtet.

3. Rahmenthema: Q2.1

Der Aufbau der modernen Welt nach 1945. Schwerpunktthemen sind beispielsweise:

  • Konfrontation und Kooperation im Rahmen des Ost-West-Konfliktes
  • Geschichte Deutschlands: Von der Teilung zur Vereinigung – mit Blick auf die Tradition des 19./20. Jhd.
  • Krieg und Frieden – Geschichte der internationalen Politik nach 1945

4. Rahmenthema: Q2.2

Herausforderungen der Moderne – Gegenwartsprobleme in historischer Perspektive
Hier geht es darum ausgehend von aktuellen Fragen historische Traditionen aufzuzeigen, durch historische Untersuchung Antworten auf aktuelle Fragen zu diskutieren. Mögliche Themen sind:

  • Kolonisation und Dekolonisierung
  • Vergangenheitspolitik – Vergangenheitsbewältigung in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern
  • 1989: Wege in eine neue Weltordnung

Im Gegensatz zu älteren Vorstellungen von Geschichte wird also kein vollständiger Durchgang durch alle Zeiten vom Altertum bis zur Gegenwart angestrebt, sondern einzelne Schwerpunktthemen werden ausgewählt, die aber verschiedene Zeiträume behandeln müssen. Das Gewicht liegt auf der neuen und neuesten Geschichte.

Die Vielfältigkeit des Faches zeigt sich auch darin, dass in einem Halbjahr die genetische Betrachtungsweise im Vordergrund steht, z.B. beim Nationalsozialismus die Frage, wie es dazu gekommen ist, vor allem also in der Zeit vor 1933. In einem anderen Halbjahr steht die synchrone Untersuchung im Fokus, z.B. beim Mittelalter das zeitliche Nebeneinander verschiedener Bevölkerungsgruppen und Institutionen, oder bei den Revolutionen die diachrone Sicht, d.h. dass das Augenmerk vor allem auf das zeitliche Nacheinander gerichtet ist.


Sport

GF SPO

Das Fach Sport belegt ihr während der gesamten Oberstufe.

In der Einführungsphase werdet ihr im Klassenverband in mindestens drei Sportarten unterrichtet. Es werden zwei der großen Sportspiele (siehe Tabelle unten) und eine Individualsportart unterrichtet.

Die gesundheitlichen Aspekte des Sportes sowie das Erlernen selbstständiger sportartspezischer Erwärmungen spielen u. a. eine wichtige Rolle.

Ihr werdet im Sport koedukativ unterrichtet, d.h. Mädchen und Jungen haben gemeinsam Sportunterricht. Nur Fußball wird ab der Qualifikationsphase getrennt unterrichtet.

In der Qualifikationsphase belegt ihr in jedem Halbjahr einen anderen Sportkurs, da ihr in jedem Halbjahr eine Note erhaltet. Ihr könnt dann bis zu drei verschiedene Sportarten ins Abitur einbringen.

Damit jeder Schüler und jede Schülerin möglichst die Sportart(en) belegen kann, die er / sie belegen möchte (weil es die Lieblingssportart ist oder weil man sich eine besonders gute Note in einer Sportart erhofft), finden die Sportkurse überweigend nach dem regulärem Unterricht statt. Das hat den Vorteil, dass ihr euch nicht im Kursverband auf vier Sportarten einigen müsst, sondern jedes Halbjahr einen Kurs wählen könnt. Die KSA bietet jedes Halbjahr ein aufwändiges Wahlverfahren an, damit ihr eine möglichst große Auswahl an Sportkursen habt.

In der Qualifikationphase werden nur Sportarten angeboten, die von der Behörde zugelassen sind, d.h. viele Sportarten wie z.B. Unihoc, viele Trendsportarten etc. werden an keiner Oberstufe in der Qualifikationsphase unterrichtet.

In der folgenden Tabelle könnt ihr sehen, welche Sportarten an der KSA unterrichtet werden. Die Sportarten sind bestimmten Bewegungsfeldern zugeordnet.

 BewegungsfelderSportarten
1Fit sein und fit bleiben
(Sport & Gesundheit)
Gesundheitsorientiertes Kraft- und Ausdauertraining
2SpielenBasketball
Badminton
Fußball (w/m)
Handball
Tischtennis
Volleyball
3Laufen, Springen, Werfen, StoßenLeichtathletik
4Bewegung gymnastisch, rhythmisch und tänzerisch gestalten– Rhythmische Gymnastik
– Tanz – entweder mit dem Schwerpunkt Moderner Tanz oder Jazz Dance
5Bewegen an Geräten– Geräteturnen
– (Bedarf auch) Trampolinturnen
6Bewegen im WasserSportschwimmen

Nicht jede Sportart wird jedes Halbjahr angeboten, das hängt u.a. von den Anwahlen der Schüler und Schülerinnen ab. Sportarten, die stark angewählt werden, werden jedes Halbjahr angeboten.

 Sport als 4. Prüfungsfach

Ein besonderes Angebot der KSA ist, dass ihr euch auch in Sport im Abitur prüfen lassen könnt.

Das 4. Prüfungsfach wird normalerweise mündlich geprüft. Nur im Fach Sport besteht die Prüfung aus einer mündlichen und einer praktischen Prüfung.

Der Kurs, Sport als 4. Prüfungsfach, beginnt erst in der Qualifikationsphase und ist vierstündig, zwei Theorie- sowie zwei Praxisstunden, die inhaltlich aufeinander abgestimmt sind.

Die theoretischen und praktischen Leistungen werden im Regelfall zu gleichen Teilen bei der Benotung berücksichtigt.

Der Kurs besteht aus einer festen Lerngruppe.

Der folgenden Tabelle könnt ihr die Themen des Theorieunterrichts sowie die Reihenfolge der Sportarten (die relativ festgelegt sind) entnehmen.

 TheoriePraxis
1Trainingslehre IBadminton
2Trainingslehre IILeichtathletik
3SportpsychologieVolleyball
4SportsoziologieBasketball

 Ihr könnt im Abitur selbst entscheiden, in welcher dieser vier Sportarten ihr euch praktisch prüfen lassen wollt. Darüber hinaus findet noch ein Ausdauertest statt (wahlweise Laufen oder Schwimmen).

Dieser Kurs kann auch aus reinem Interesse belegt werden. Es besteht kein Prüfungszwang.

 Bei ausreichender Nachfrage wird schon in der E-Phase eine Informationsveranstaltung angeboten, in der ihr alle Fragen und Unklarheiten klären könnt.

 Dieser Kurs findet jedoch nur statt, wenn es genügend Interessenten gibt.